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Panel I: Podiumsdiskussion „Gründen trotz Corona?!“

Warum es vielleicht genau jetzt Sinn macht

Holger Richter, Yvonne Stolpmann, Dr. Franz Glatz, Sabine Linz, Kerstin Brkasic-Bauer (BMWI, IHK Nürnberg, brigk GmbH, Ammonic.de, Blond!-Vertriebs GmbH)

16. November 2020 - 09:00

Worum ging's?

Teilnehmer/innen:
Holger Richter – Förderberatung des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Yvonne Stolpmann – Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (IHK)
Stv. Leiterin Geschäftsbereich Standortpolitik und Unternehmensförderung
Leiterin Referat Gründung | Nachfolge | Unternehmensförderung
Dr. Franz Glatz - brigk - Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH
und zwei erfolgreiche Gründerinnen:
Sabine Linz Gründerin von Amoonic.de
Kerstin Brkasic-Bauer (Blond!-Vertriebs GmbH)

Laut dem aktuellen KfW-Start-up-Report 2020 hat sich der Bestand an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland stabilisiert. Nach den Anstiegen in den Jahren 2017 und 2018 verharrt die Zahl der Start-ups im Jahr 2019 bei 70.000. Wie sich die Corona-Krise auf die Zahl der Start-ups 2020 auswirken wird ist unsicher. Neben mehr Unternehmensschließungen und weniger Gründungen dürfte es eine Verschiebung zu stärker internetbasierten und digitalen Geschäftsmodellen geben.

Im ersten Panel diskutieren die Podiumsgäste darüber, ob es trotz oder vielleicht genau wegen Corona Sinn macht sich ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Corona wird Lücken reißen die Gründer*innen wieder schließen können. Beschränkt sich das Gründen tatsächlich auf digitale Geschäftsmodelle oder sollte man sich auch mit „analogen“ Gründungsideen beschäftigen?

Unser Podium ist mit interessanten und kompetenten Gästen besetzt:

Holger Richter (BMWi) hat auf Bundesebene seit vielen Jahren im Rahmen der Förderberatung des BMWI einen Überblick über Trends und kann dazu seine Einschätzungen geben.

Yvonne Stolpmann (IHK) und ihr Team ist in Bayern für das Bayerische Vorgründungs- und Nachfolgecoaching verantwortlich. Damit ist die IHK Nürnberg mit eine der ersten Anlaufstellen für Gründerinnen und Gründer. Sie kann deshalb das Gründungsgeschehen mit den do´s and don´ts bewerten.

Dr. Franz Glatz hat zuerst in München beim Aufbau verschiedener Inkubatoren mitgewirkt und leitet seit 2017 das Digitale Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH (brigk); Dr. Glatz versteht sich selbst als Vernetzer und Vermittler zwischen Startups, Wirtschaft, Politik und der Öffentlichkeit.

Sabine Linz und Kerstin Brkasic-Bauer sind zwei erfolgreiche Gründerinnen. Sabine Linz hat zusammen mit ihrer Geschäftspartnerin Olga Dick im Jahr 2011 Amoonic GmbH gegründet. Einen Online-Shop, über den man individuell angefertigten Echtschmuck kaufen kann. Mit dem Goldschmiedemeister und geprüften Gemmologen Andreas Schiffmann sowie mit dem IT-Experten Michael Niqué, der einen Schmuck-Konfigurator für das Internet entwickelte, fanden sie die fachlichen Partner für die Umsetzung ihres Konzepts.

Kerstin Brkasic-bauer hat sich vor 4 Jahren zusammen mit ihrem Mann selbständig gemacht. Kleidung in Nürnberg produzieren und auf regionalen Märkten und im eigenen Laden verkaufen. Kerstin Brkasic-Bauer, Gründerin und Inhaberin von „Blond! Made in Nürnberg“, will sich mit ihrer Geschäftsidee von dieser „Do-it-yourself-Schiene“ absetzen: „Wir sind heute ein echter Handwerksbetrieb, in dem nur gelernte Schneider produzieren.“

Beide Gründerinnen wurden mit dem IHK-Gründerpreis ausgezeichnet.